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BERÜHMTE PERSÖNLICHKEITEN

 

Blai Bonet i Rigo (Santanyí 1926 – Cala Figuera 1997)

 

Schriftsteller. Im Jahr 1939, mit nur 12 Jahren, begann er seine Ausbildung am Seminar in Palma, wo er sich fünf Jahre der humanistischen Studien widmete und drei Jahre Philosophie studierte sowie solide Kenntnisse von der klassischen Kultur erwarb. Die Tuberkulosekrankheit prägte sein Leben, weshalb er das Seminar verliess und zeitweise im Sanatorium von Caubet lebte. Im Jahr 1950 wurde er als Dichter entdeckt, als Bernat Vidal i Tomàs Quatre poemes de Setmana Santa in der literarischen Runde von Guillem Colom vorlas. Daraufhin zog er auf das Festland Kataloniens. Fünf Jahre lang hatte er eine Kolumne in der Zeitschrift Destí und zwei Jahre lang war er künstlerischer Berater von Edicions Polígrafa. Aus gesundheitlichen Gründen kam er 1968, nachdem er 15 auf dem katalanische Festland gelebt hatte, zurück nach Santanyí, wo er seine literarische und journalistische Arbeit fortsetzte.

 

Zu seinen Werken zählen u.a. Quatre poemes de Setmana Santa, Entre el coral i l'espiga, Cant espiritual, Et nunc manet in' te, El Mar, Haceldama, Comèdia, Judes i la primavera, Tàpies, testimonis de la pintura espanyola, l'Evangeli segons un de tants, Míster Evasió, Els ulls, La Mirada, El Jove, Nova York, Si jo fos fuster i el teu et diguessis Maria und Pere Pau i Sonets.

 

Seit 1987 trägt die öffentliche Schule von Santanyí seinen Namen. 1988 wurde er von der Universität der Balearen geehrt. 1990 verlieh ihm die Generalitat von Katalonien das Sant Jordi-Kreuz und im gleichen Jahr wurde er mit der Goldmedaille der Stadt Palma ausgezeichnet. Im Jahr 1998 wurde er von der Gemeindeverwaltung Santanyí zum Ehrenbürger ernannt.

 

Rafel Josep Verger i Suau (Santanyí, 1722 – Monterrey, 1790)

 

Geistlicher. Mit 12 Jahren fühlte er seine religiöse Berufung und trat in das Kloster Jesús in Palma ein. 1747 erhielt er die bischöfliche Erlaubnis zu predigen. Als er 27 Jahre alt war, fühlte er sich von der Missionarsarbeit angezogen, weshalb er im Jahr 1749 nach Mexiko auswanderte. Er verbrachte 33 Jahr in der Schule Propaganda Fide in Sant Ferran, wo sich seine Arbeit immer darauf konzentriert, die einheimische Bevölkerung zu verteidigen. Er hatte eine enge Beziehung zu Bruder Juníper Serra.

 

1783 wurde er zum Bischof vom Neuen Löwenreich in Mexiko gewählt und setzte die Fundamente für ein ausgedehntes Bistum. Als er Bischof war, ließ er die Stadt Monterrey neu planen. Er versuchte, die Landwirtschaft als Lebensgrundlage zu organisieren und führte einige mallorquinische Arten in Mexiko ein.

 

Die Gemeindeverwaltung von Santanyí ernannte ihn 1949 zum Ehrenbürger. Seit 1961 trägt eine Schule des Ortes seinen Namen.

 

Bernat Vidal i Tomàs (Santanyí 1918 – 1971)

 

Schriftsteller und Apotheker. Er studierte Pharmazie in Barcelona und 1946 wurde er Apotheker des Ortes. Neben seinem Beruf widmete er sich der Geschichtsforschung und der Literatur. Man kann ihn als Vater vieler Schriftsteller der Gemeinde ansehen.

 

Zwischen 1958 und 1965 war er ein regelmäßiger Mitarbeiter der Publikation Santanyí , von der er Mitbegründer war und für die er jahrelang als offizieller Chronist des Ortes arbeitete. Er hatte großen Einfluss auf die mallorquinische Poesie der 50er Jahre, besonders auf Blai Bonet. Sein Einfluss ging so weit, dass man sogar von der Santanyí-Schule sprach. Er leitete Theaterstücke, gab Vorträge und nahm an Kongressen teil. Er war auch Kommissar von archäologischen Ausgrabungen, Mitglied der Offiziellen Chronisten Spaniens und Mitglied der Akademie für Geschichtswissenschaften von Monterrey und Mexiko sowie korrespondierendes Mitglied der Königlichen Medizinakademie in Palma.

 

Zu seinen veröffentlichten Werken zählen: Consolació, Recull de documents i notícies sobre el santuari de Santanyí, Moros a la costa de Santanyí i el seu temps, Memòries d'una estàtua und La vida en rosa.

 

Die Gemeindeverwaltung von Santanyí benannte 1976 eine Straße nach ihm und im Jahr 1982 wurde er zum Ehrenbürger ernannt. 1986 wurde eine Poesiepreis gegründet, der nach ihm benannt ist.

 

Jaume Antoni Clar i Vila (Santanyí 1845 -1909)

 

Politiker. Er hat beachtlich zum Fortschritt der Gemeinde Santanyí beigetragen, insbesondere bezüglich der Landwirtschaft. Er war von 1885 bis zum Tag seines Todes im Jahr 1909 ein ununterbrochenes Mitglied des Gemeinderates, in dem er die Ämter des Bürgermeisters, stellvertretenden Bürgermeisters, Gemeinderates und Ombudsmann ausführte. In diesen Jahren ließ er wichtige öffentliche Gebäude errichten wie das neue Rathaus, die Kapelle am Friedhof, die Uhr und die Glocke des Turms. 1909 wurde er von der Gemeindeverwaltung zum Ehrenbürger ernannt.

 

Antoni Vidal Ferrando (Santanyí, 1945)

 

Schriftsteller und Professor. Sein literarisches Werk geht von seiner Identität als Insulaner aus, um einen Diskurs über den zeitgenössischen Menschen zu erstellen. Als Dichter ist er u.a. mit dem Ausiàs March-Preis (1985), dem Preis der Stadt Palma (1995) und dem Flor Natural-Preis bei den Jocs Florals in Barcelona (1994) ausgezeichnet worden. Zu seinen Büchern zählen Calvari (1992), El batec dels pedres (1995) und Cap de cantó (2004).

 

Zu seinen Romanen gehört eine noch nicht vollständige Trilogie über die Nachkriegszeit auf den Inseln. Bis jetzt sind die ersten beiden Romane erschienen: Les llunes i els calàpets (1994) und La mà del jardiner (1999). Letztgenannter ist mit dem Sant Joan-Preis für Romane ausgezeichnet worden.

 

Eine Zeit lang widmete er sich der Geschichte und veröffentlichte in dieser Etappe mehrere Essays. Sein bedeutendstes Essay wurde unter dem Titel La població i propietat de la terra en el municipi de Santanyí (1868 – 1920) veröffentlicht. In den letzten Jahren sind mehrere Poesiesammlungen erschienen, wie u.a. La lògica del temps (2002) auf Digitalträger.

 

Antònia Vicens (Santanyí, 1941)

 

Schriftstellerin. Sie ist eine der beständigsten katalanischen Romanschriftstellerinnen. Ihre Laufbahn ist sehr interessant. Als sie klein war, hörte sie gerne den Unterhaltungen der älteren Generation in ihrem Dorf zu. Diese ganzen Erfahrungen sammelte sie später in ihren ersten Erzählungen. 1965 wird ihr Werk zum ersten Mal anerkannt, als sie den Literaturwettbewerb Cantonigrós mit einer Sammlung von drei Erzählungen gewann. Jedoch die wahre Feuerprobe ihres literarischen Werdegangs bestand sie 1967, als sie den Sant Jordi-Preis für ihren Roman 39º a l'ombra gewann.

 

Dieser Preis war der Anstoß für ihre literarische Karriere. Seitdem hat sie zahlreiche Romane veröffentlicht, in denen Kritiker und Leser eine Schriftstellerin sehen, die beharrlich und intelligent ist sowie die sich für Themen über den Stand der Frauen, die Einsamkeit, die Veränderungen auf Mallorca in den letzten 30 Jahren und über den Einfluss der letzten Generationen interessiert.

 

Neben Romanen wie La Santa (1980), Terra seca (1987), Febre alta (1998) und Lluny del tren (2002) hat sie Erzählungen und ein Buch in Zusammenarbeit mit Joseph Maria Llompart, Vocabulari privat (1993), veröffentlicht.

 

Zurzeit ist sie auf den Balearen die Präsidentin der Verbandes für Schriftsteller in katalanischer Sprache.